|
Heidelberg im Sommer 1819:
Mit Frau und Tochter reist der Tuchhändler Joseph Schildesheim in die alte Universitätsstadt, um mit seinem Sohn Elias, einem Studenten der Medizin, ein altes Missverständnis aus der Welt zu schaffen.
Für Schildesheims lebenshungrige Tochter Nanetta eröffnet sich vor der romantischen Kulisse der Altstadt eine inspirierende neue, verlockende Welt. Sie träumt davon, es ihrem Jugendfreund Heinrich Heine gleichzutun und Gedichte zu veröffentlichen, statt als orthodoxe Jüdin ein zurückgezogenes Leben zu führen.
Doch Heidelberg zeigt sich den Reisenden bald von einer unerwartet dunklen, gefährlichen Seite. Der Mordanschlag auf den Dichter Kotzebue, Razzien und Verhaftungen, treiben die Burschenschaften des Grossherzogtums auf die Barrikaden. Die Stadt ist in Aufruhr.
Als Nanetta heimlich eine Zusammenkunft von Rebellen belauscht, gerät sie in den Verdacht, für den autoritären Fürsten von Metternich zu spionieren. Nur Friedrich Conrad, ein junger Student, der sich von Nanetta angezogen fühlt, steht ihr bei. Er ist es auch, der sie gegen den aufgehetzten Pöbel verteidigt, der einige Nächte später gegen die Juden der Stadt losschlägt.
Nanettas Eltern verschwinden spurlos, sie selbst muss sich verstecken, aber bald bemerkt sie, dass ein Unbekannter den Aufruhr nutzt, um ihr nach dem Leben zu trachten.
Ein Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht: die aufregende Geschichte der jüdischen Poetin Nanetta Schildesheim in den Wirren der nachnapoleonischen Zeit.
|